NLA kommt nicht vom Fleck

Das NLA Team kommt nicht vom Fleck. Gegen Yverdon, welche am vergangenen Spieltag YB mit 2:0 besiegen konnten, waren die Innerschweizerinnen über 90. Minuten klar das bessere Team. Doch am Ende wurde der betriebene Aufwand erneut nur mit einem Punkt belohnt. So verharrt Luzern auf dem 4. Tabellenrang.

Yverdon versuchte die Luzernerinnen früh im Spielaufbau zu stören, doch die Innerschweizerinnen fanden praktisch immer eine Lösung um die hochstehende Kette zu überwinden. Dann zog sich Yverdon tief zurück- sehr tief. Sie spielten mit fünf Spielerinnen auf der hintersten Linie und nur zwei Meter davor bauten die Gäste eine Viererkette auf. Für Luzern war es ungemein schwierig eine Lösung gegen die kompaktstehenden Westschweizerinnen zu finden. Luzern spielte zu wenig schnell, hatte die Halbräume nicht genügend besetzt und im Strafraum fehlte oft die letzte Konsequenz. Dennoch ging das Team von Glenn Meier und Kurt Ulrich in der 21. Minute, durch die junge Svenja Fölmli, in Führung. Yverdon antwortete in der 31. Minute und glich durch Rahm aus. Nach einem Einwurf, verteidigte man zu wenig konsequent und wurde sofort dafür bestraft. Kurz vor der Pause hätte Brütsch die erneute Führung für Luzern erzielen müssen, aber Spälti konnte den Ball noch von der Linie klären.

In der zweiten Halbzeit erhöhte Luzern noch einmal den Rhythmus, war klar spielbestimmend, hatte hohen Ballbesitz und kreierte einige Torchancen. Yverdon stand weiterhin sehr tief und beschränkte sich lediglich auf das Kontern. Vor allem die wirblige Krasniqi konnte mit ihren Tempodribblings immer wieder für eine kurze Entlastung der Gäste sorgen. Mehr als zwei Torchancen konnten die Westschweizerinnen jedoch nicht kreieren. Honegger war sehr präsent und konnte auch die langen Befreiungsschläge der Gäste jeweils problemlos antizipieren.

Wie bereits in der ersten Halbzeit fehlte dem Heimteam die letzte Konsequenz um den Ball im Strafraum über die Linie zu drücken. Fölmli, Remund und Brütsch liessen einige Chancen liegen. Die eingewechselte Erne brachte noch einmal ungemein Schwung in das Luzerner-Angriffsspiel. Sie traf zwei Mal die Latte und bei einem weiteren Abschluss kratzte Zurkinden den Ball mit einem super Reflex von der Linie. Es war zum verzweifeln, denn auch die letzte Kopfballchance von Brütsch flog knapp am Pfosten vorbei und somit konnte Yverdon über einen gewonnen Punkt jubeln. Die Enttäuschung der Luzernerinnen war sehr gross, da sie für ihren Aufwand nicht belohnt wurden.

Fazit: Luzern zeigte vor allem in der zweiten Hälfte ein gutes Spiel. Die Innerschweizerinnen versuchten den Sieg zu erzwingen, wurden aber nicht belohnt.  Es muss an den Details gearbeitet werden, denn Diese sind aktuell spielentscheidend. Das Team muss trotz der schwierigen Situation positiv bleiben und die Freude nicht verlieren. HOPP LOZÄRN!!!

Telegramm: FC Luzern: FC Yverdon 1:1 (1:1)

Stadion Hubelmatt, Luzern  – 200 Zuschauer – SR

Tore:  21. 1:0 Fölmli, 31. 1:1 Rahm FCL: Honegger, Scodeller (85. Scherrer), Graf, Ruf, Abbühl, Wyser, Remund, Lahmici (60. Erne), Häring (75. Sager), Brütsch, Fölmli
Bemerkungen: 64. Lattenkopfball Erne, 74. Lattenschuss Erne Luzern ohne: Egli, Müller, Haller, Höltschi (alle verletzt)

Text Glenn Meier

Fotos Andy Scherrer (www.topsportfotografie.ch)

 

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