Die U15 festigt den ersten Rang

Nach vier intensiven Vorbereitungswochen, zwei Testspielen und fünf gespielten Meisterschaftsspielen grüsst die U15 von der Tabellenspitze. Mit einem Torverhältnis von 43:3 Gegentoren und mindestens fünf Toren Abstand auf den Gegner, sind die Luzernerinnen auf dem richtigen Rang placiert.

Mit Geduld zum 9:1-Sieg gegen Kerns

Obwohl man noch in der Vorbereitung und gegen einen starken Gegner aus Nottwil drei Tage vor Meisterschaftsstart mit 1:3 verlor,  zeigte sich gegen die Kernser ein anderes Bild. Bereits in den ersten Minuten des Spiels, traten die Luzernerinnen aufsässiger als der Gegner auf und standen in Puncto Zweikampfhärt den Kernsern in Nichts nach. Immer wieder trugen die Löwinnen Angriffe über die Seiten vor. Allerdings dauerte es bis zur 20 Minute, eher der Ball ein erstes Mal in den Maschen der Kernser lag. Vor allem die Chancenauswertung liess in der ersten Halbzeit zu wünschen übrig. So war es keine Überraschung, dass die Luzerinnen nur mit 2:0 in die Pause gingen.

Nach der Pause zeigte sich ein anders Bild. Schöne, schnelle Ballstafetten in die Spitze zu Rebecca Buchle konnte die schnelle Luzernerin innerhalb von 10 Minuten in einen lumpenreinen Hattrick verwandeln. Einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und mehr Effizienz vor dem gegnerischen Tor war es zu verdanken, dass das Spiel am Ende klar zu Gunsten der Löwinnen ausging. Und es war erst der Anfang.


Trotz mangelnder Chancenauswertung zum 15:0-Sieg gegen Team OK

Im zweiten Spiel traf die Mannschaft auf das Team OG Kickers. Auch mussten die Luzerinnen wiederum Geduld beweisen – Geduld, die es auch im Hinblick auf den erstrebten Aufstieg in die zweite Stärkeklass in der Rückrunde benötigt. Vor der Pause eröffneten Samara Weber (2x), Rebecca Buchle und Elena Mühlemann das Skore gegen die vielfach harmlos agierenden Stadtluzerner. Mit einem 4:0-Tore Vorsprung starteten die Löwinnen in die zweite Partie. Veronika Suma, Buchle (6x), Jael Hurschler, Alisa Meier und Liana Giger trugen sich am Ende noch in die Torschützinnenliste ein.

Trotz ungefährdetem Sieg zeigte sich aber auch in diesem Spiel, dass sich die Mannschaft bezüglich Chancenauswertung weiterentwickeln muss, wenn man sich in der Rückrunde in der 2. Stärkeklasse behaupten soll.

11:0-Sieg im Derby gegen Kriens

Das dritte Spiel der U15 fand im Kriense Kleinfeld statt. Obwohl der Rasen sich in einem prekären Zustand zeigte, hielt dies die Luzernerinnen nicht davon ab im Derby gegen Kriens bereits von der ersten Minute an aufs Tempo zu drücken. Vor allem an der Chancenauswertung galt es an diesem Samstag zu arbeiten und zu Chancen sollte es nach einem früh geführten Angriffspressing bereits in den Anfangsminuten geben. Nach hervorragenden 20 Spielminuten, in welchen man dem Gegner kaum Raum geschweige denn Torchancen zugestand und mit 4:0 in Führung ging, schraubten die Luzernerinnen das Tempo runter.


Nach dem Pausentee und einer wirkungsvollen Ansprache traten die Löwinnen nach der Pause dominanter in den Zweikämpfen und mental wacher auf, als der Gegner. Für das zweite Doppelpack war Erika Rodriguez besorgt, die nach langer Verletzungspause gegen Kriens ihr Comeback gab und immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte.  Neben Rodriguez trugen sich Lisbeli Almonte, Samara Weber, Michelle Kunz, Liana Giger und Veronika Suma als weitere Torschützinnen ein. Das Resultat darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Löwinnen 20 schwache Minuten zeigten, die ihnen gegen einen stärkeren Gegner vermutlich das Rückgrat gebrochen hätte. Nichtsdestotrotz ist es angesichts des Mannschaftsziele in die 2. Stärkeklasse aufzusteigen, umso wichtiger, dass sich die Spielerinnen Selbstvertrauen holen.

Zwei sehenswerte Weitschusstore beim 6:1-Heimsieg gegen Stans

Das vorgezogene Spiel gegen den FC Stans sollte sich als erste Prüfung herausstellen und den Löwinnen eine Idee davon geben, was sie in der zweiten Stärkeklasse erwarten wird. Stans agierten vor allem in der ersten Halbzeit mit vielen hohen Bällen, was es den Löwinnen teilweise schwer machte, ein geordnetes Spiel von Hinten nach vorne aufzubauen. Obwohl Erika Rodriguez bereits in der dritten Minute über Michelle Kunz und Mara Studer nach einer Ballstafette erzielte, dauerte es bis zur 33. Minute, ehe Studer auf 2:0 erhöhte.

Elena Mühlemanns Zweikampfstärke und Übersicht war es letztlich zu verdanken, dass die Löwinnen innerhalb von 14 Minute auf 4:0 erhöhten. Zwei sehenswerte Weitschüsse aus dem Mittelfeld heraus waren an diesem Abend das Mass aller Dinge. Dass Stans in der 67. Minute noch auf 4:1 verkürzte, war am Ende nur noch Resultatkosmetik. Studer und Weber sorgten am Ende noch für das 6:1-Schlussresultat.


Ein Gegentor stiftet Unsicherheit – trotz 12:1-Sieg

Bei herbstlichen Temperaturen traf man am zweiten Meisterschaftsspiel innerhalb von drei Tagen auf den FC Sachseln. Nach einer guten Anfangsphase machte sich auch im Spiel gegen Sachseln die Unkonzentriertheit vor dem gegnerischen Tor bemerkbar. Zwar traf Studer in den ersten 25 Minuten zweimal, allerdings hätte die Anzeigetafel zu diesem Zeitpunkt mindestens 6:0 anzeigen müssen. Immer wieder scheiterte man am gegnerischen Torhüter, der Torumrandung oder am eigenen Unvermögen.

Dass ein Zwei-Tore-Vorsprung nicht automatisch drei Punkte bedeutet, zeigte sich in der 26. Minute, als Sachseln durch Dario Imfeld auf 1:2 verkürzte. Es war gleichzeitig auch jener Zeitpunkt des Spiels, der vermehrt Unruhe bei den Spielerinnen aufkommen liess und die Löwinnen nicht mehr mit dem gewohnten Selbstvertrauen der vorherigen Spiele agieren liess. Wäre man an diesem Mittwoch auf einen Gegner getroffen, der nicht nur auf der Torhüter-Position mehr Qualität besitzt hätte, wären die Löwinnen womöglich nicht nur mit einem blauen Auge davongekommen, sondern mit einem Niederlage im Gepäck nach Hause gefahren.

Eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gehört aber nach sechs Meisterschaftsspielen fast schon zum Charakter des Teams dazu. So erhöhten Elena Lötscher, Samara Weber, Lisbeli Almonte, Erika Rodriguez und Jana Güntert noch auf 12:1.

Auch wenn die Resultate bis zum sechsten Meisterschaftsspiel eine klare Sprache sprechen, dürfen sie nicht als Gradmesser für die U15 Spielerinnen betrachtet werden. Das Mannschafts- und Saisonziel ist und bleibt der Aufstieg in die 2. Stärkeklasse – und der Klassenverbleib in dieser.

Text Menzi

  • Ansi 10/10/2018 at 20:43

    Tolle, eindrückliche Leistung für die Ladies. Ihr schafft den Aufstieg! Hopp Lozärn

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