FC Aarau U19 – FC Luzern U19 1:1

Nach zwei Heimspielen stand das Auswärtsspiel in Aarau auf dem Programm. Die Löwinnen wollten das dritte Spiel in Folge gewinnen und versuchten früh Druck aufzubauen. Das Spiel war aber vor allem von Abspielfehlern und technischen Fehlern geprägt. Klare Torchancen blieben aus. Kurz vor der Pause kam es dann zu einer ganz kuriosen Situation, bei dem der Schiedsrichter im Mittelpunkt stand. Er zeigte auf Strafstoss für Aarau nach einem Foul von Julia Pirker. Den Strafstoss lenkte Lea Van Weezenbeek an die hintere Torstange. Der Schiedsrichter entschied Tor für Aarau. Jedoch prallte der Ball vom Pfosten ins Spielfeld zurück und einige Luzernerinnen glaubten, dass der Ball nicht im Tor war und wollten deshalb weiter spielen. Die Aarauerinnen jubelten, aber dann wechselte der Schiedsrichter seine Meinung und zeigte plötzlich selber auf weiterspielen an. Luzern konterte sofort Richtung Aarauer Tor. In Unterzahl konnten die Aarauerinnen zum Eckball klären. Die Löwinnen standen bereit und wollten denn Eckball ausführen. Doch Aarau protestierte weiters. Nun entschied sich der Schiedsrichter zum dritten Mal um und verlagerte das komplette Spielgeschehen wieder in den Luzerner Strafraum. Er entschied den Penalty zu wiederholen.

Die Zuschauer mischten sich dann zusätzlich auch noch ins Spielgeschehen ein. Bevor der Penalty ausgeführt wurde, lief der Schiedsrichter an den Spielfeldrand und lies sich den Penalty nochmals auf einem Smartphone zeigen. Somit wäre dann der Videobeweis auch im Frauenfussball angekommen. Nach dem Smartphone Video nahm er den Penalty Entscheid zurück und entschied auf Tor. So ging es mit einem 0:1 Rückstand in die Pause.

In der 2. Halbzeit starteten die Löwinnen besser in die Partie und beinahe mit dem ersten Angriff wäre der Ausgleich schon Tatsache geworden. Doch es dauerte bis zur 60. Minute bis Captain Michèle Schnider für ihr Team ausgleichen konnte. Eine tolle Freistossvariante überraschte alle, auch die Trainerinnen. Luzern wollte das Spiel unbedingt gewinnen, aber diesmal sollte es nicht sein. Es blieb beim 1:1 Unentschieden.

Weiter geht es am nächsten Samstag zu Hause gegen den FC Basel.

Text Luzia Odermatt

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