FC Luzern – Lugano Femminile 0:0

Der Alptraum geht weiter

Schönstes Wetter im Tessin, dennoch mussten die Innerschweizerinnen mit dem Kunstrasenplatz vorliebnehmen. Gerade einmal 18 Minuten waren gespielt und das Trainerteam um Glenn Meier war bereits das erste Mal zum wechseln gezwungen. Captain Egli verletzte sich nach einem Zweikampf schwer am Knie und musste vom Platz getragen werden. Das Konzept der Tessinerinnen war schnell ersichtlich: Über kompromissloses Einsteigen, harte Fouls und Unsportlichkeiten den Luzernerinnen den Schneid abkaufen. Dies gelang auf allen Ebenen. Die Gäste agierten ängstlich, übernahmen keine Verantwortung und spielten konzeptlos, überhastet und unkonzentriert. Nach 30 Minuten wurde die nächste Luzernerin, nach hartem Einsteigen, schreiend und unter Tränen vom Platz getragen. Sie wurde ins Spital gebracht (leider fühlte sich im Spital niemand für die verletzte Spielerin verantwortlich und so blieb eine Diagnose aus und Schnider wurde nach Luzern gebracht).


Das Spiel ist schnell zusammengefasst: Kampf, Zweikämpfe, lange Bälle, Fouls… kurzgesagt unattraktiven Fussball. In der ersten Halbzeit hätte Reuteler, gegen den Spielverlauf, den Führungstreffer erzielen müssen, doch der Ball landete in den Händen von Horn.

Die zweite Hälfte ging im selben Stil weiter. Jedoch gehörten die zweiten 45. Minuten den Gästen aus Luzern, die sich die besseren Torchancen herausspielen konnten, aber auch Brütsch und Schegg scheiterten aus besten Positionen. Der einzige Pluspunkt war, dass sich weder Albisser, noch Sager nach harten Attacken, auch noch verletzen.

Telegramm: FC Lugano : FC Luzern 0:0 (0:0)

Cornaredo – 50 Zuschauer – SR

Tore:FCL: Albisser, Lötscher, Egli (18. Brütsch), Sager, Schnider (39. Schegg), Häring, Wyser, Scheiber, Stapelfeldt (74. Haller), Reuteler, Remund Bemerkungen: 52. Gelb Rodriguez (Foul), 85. Gelb Cameron (Foul). 91. Gelb Curtin (Foul) Luzern ohne: Graf, Tschopp, Schürch, Scodeller, Honegger (alle verletzt), Videira (abwesend)

Fotos Andy Stocker

  • Antonio 11/02/2018 at 22:15

    Ich war selber nicht am Spiel. Aber drei gelbe Karten und zwei schwerverletzte Spielerinnen werfen schon Fragen auf:
    1. Was ist die Rolle der Schiedsrichter auf dem Platz?
    2. Was sagt der SFV zu so aggressivem Fussball?
    Hat das Konsequenzen für das Team aus Lugano? Wenn der SFV einerseits Fairplay fordert, dann wäre hier sicher eine gute Gelegenheit, um mal genauer hinzuschauen. Farbe bekennen ist angesagt! Hopp Lozärn!!

  • Hans 11/02/2018 at 22:18

    Gute Besserung Bonsi und Michelle. Zwei so tolle Fairplay-Spielerinnen verletzt spricht nicht für die fussballerische Qualität des Teams in Lugano.

  • Rosalia M. 12/02/2018 at 8:32

    Da wird überall Fairplay gefordert und wenn Fairplay so mit Füssen getreten wird, schreitet niemand ein. Das hat nichts mit Fussball zu tun, was die Tessinerinnen gezeigt haben. Hat das zivilrechtliche Konsequenzen für das Team? Hopp Luzern!

  • Reto Zihlmann 12/02/2018 at 8:59

    Wer Spitzenfussball betreibt ist sich auch bewusst dass es verletzungen geben kann.
    Natürlich werden die Schiris angewiesen durch zu greiffen aber Die NLA hat keine Schiris welche Qualität besitzen.Meistens 4-3 Liga , wenn überhaubt und dort sollte man ansetzen.
    Tessin ist immer bekannt dass du gegen 12 spielst und meistens werden Sie auch noch belohnt dafür.
    Sünsche den Spielerinnen gute Besserung und Glen viele Gesunde Spielerinnen.

  • Andreas Stocker 12/02/2018 at 9:35

    Das sind harte aber völlig richtige Worte in Richtung Lugano. Sie werden aber keinerlei Wirkung erzielen. Lugano Femminile wird weitermachen wie bisher. Der SFV wird wegschauen.

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