FCL U15 – Aufstieg par excellence!

78 Tore geschossen. 10 Gegentore erhalten. 27 Punkte aus 9 Pflichtspielen. 9 Siege. 0 Unentschieden. 0 Niederlagen. Das ist die Bilanz der Aufstiegsgirls.

Nach einem 5:0-Erfolg gegen Littau und einem Sieg gegen Buochs (7:3) war die Devise vor dem letzten Meisterschaftsspiel klar: Der letzte Sieg muss her. Mit einem Unentschieden hätten sich die Löwinnen nicht zufrieden gegeben – das spricht für die Entwicklung des Teams. Aber der Reihe nach.

5:0 gegen das Abwehrbollwerk Littau

Nach einem 6:3-Sieg gegen den FC Hergiswil und einer harten gelben Karte, war klar, dass die letzten drei Spiele alle gewonnen werden mussten, wenn man den FC Kerns bis zum letzten Spieltag auf den zweiten Rang verweisen wollte.

Die Devise war also klar: Ein Sieg musste her gegen Littau. In der vierten Minute war es Veronika Suma, welche den gegnerischen Torhüter mit einem gekonnten Schuss aus der zweiten Reihe bezwang. Silja Ulrich setzte in der 12. Minute gleich nach und schloss nach tollen Ballstafetten zwischen Suma, Rodriguez und der späteren Torschützin ab.

Dass die Löwinnen in dieser Saison vor allem in den ersten fünfzehn bis zwanzig Minuten tollen Offensivfussball zeigen, spiegelte sich auch im Spiel gegen Littau. Zwar scheiterte Rodriguez in den ersten zwanzig Minuten mehrmals am glänzend mitspielenden Littauer-Goalie. Je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurden aber die Löwinnen. Littau seinerseits wurde nur vereinzelt, und dies vor allem bei langen Befreiungsschlägen aus dem eigenen Strafraum heraus in Richtung Mittellinie, gefährlich. Allerdings zeigte sich die Luzerner-Hintermannschaft wenig beeindruckt.

Nach mehreren guten Abschlussversuchen aus der zweiten Reihe war es in der 23. Minute wiederum Rodriguez, welche den Ball im Netz versenkte. Nur sieben Minuten später tat es ihr Lisbeli Almonte nach einer schönen Soloaktion gleich – 4:0 zur Pause.

Während Littau in der ersten Halbzeit wenigstens drei Mal über die Mittellinie kam, zeigte sich in der zweiten ein noch düsteres Bild. 40 Minuten rannten die Löwinnen nach der Pause gegen das Littauer-Abwehrbollwerk an. Littau verteigte dabei mit neun Mann. Am Ende dauerte es bis zur 78. Minute, ehe Liana Giger den Ball ein fünftes Mal versenkte.

Fazit: Angesichts der vielen Torchancen in der ersten Hälfte geht der Sieg für die Luzernerinnen mehr als in Ordnung. Hätte man in der zweiten Halbzeit mehr das Spiel über die Seiten genutzt und weniger das Spiel durch das Zentrum, wäre der Sieg wohl noch höher ausgefallen. Nichtsdestotrotz darf der gezeigte Offensivfussball der Löwinnen positiv stimmen.

Zwei unnötige Gegentore in zehn Minuten trotz 7:3-Sieg

Bereits früh im Spiel zeichnete sich ab, dass die Löwinnen auch gegen Buochs einen Sieg einfahren würden. Samara Weber zog bereits in der 6. Minute nach einem Abwehrfehler von der Buochser-Verteidigung davon und behielt im 1:1 gegen den Torhüter die Oberhand. Nach dem frühen Gegentor begannen die Buochser den Spielaufbau der Luzernerinnen vehement zu zerstören. Dass dieses Unterfangen beinahe Früchte tragen würde, zeigte sich in der 15. Minute als nach einem Klärungsversuch der Luzerner Hinterfrau der Ball gefährlich im Zentrum vor den Füssen eines Buochsers landete. Der Schuss wurde im letzten Moment schliesslich von einem Luzerner-Bein geblockt.

Die nächste Spielszene gehörte wiederum den Luzernerinnen. Lisbeli Almonte setzte sich in einem Zweikampf gleich gegen drei Buochser durch und versenkte den Ball  mit viel Wucht im Tor. Doch wer dachte, dass der Torregen in der gleichen Manier weiterging, sah sich getäuscht. Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe sich Michelle Kunz nach einem schönen Sololauf über die rechte Seite ein Herz fasste und zum wichtigen 3:0 vor der Pause erhöhte. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff erhöhte Liana Giger sogar auf 4:0 und dies mit einem sehenswerten Schlenzer in die hohe Torecke. Wenige Sekunden bevor der Schiedsrichter die Partie schliesslich unterbrach, durfte sich erneut Weber als Torschützin feiern lassen.

Nach der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild wie zu Beginn der ersten Halbzeit. Buochs versuchte die Luzernerinnen immer wieder früh am Spielaufbau zu hindern. Dies gelang in der 46. Minute derart gut, dass man nach einem Fehler auf der linken Seite mehrere Schritte zu spät kam und den Buochser-Flügel walten lassen musste. Buochs verkürzte auf 5:1.

Ab diesem Zeitpunkt gab es auf beiden Seiten selten und falls doch, dann auf Luzerner-Seite. Allerdings scheiterten die Löwinnen am gut agierenden Buochser-Schlussmann. Das 6:1 fiel erst in der 68. Minute. Ein schöner Konter schloss erneut Kunz ab. Almonte erhöhte später noch zum 7:1. Den Schlusspunkt setzte aber ein Buochser. Timo Achermann bestrafte die Luzerner-Abwehr gleich zwei Mal innerhalb von nicht einmal zwei Minuten und verkürzte auf 3:7.

Fazit: Die Luzernerinnen spielten über 70 Minuten guten Fussball und zeigten Mut, trotz Angriffspressing des Gegners an einem gepflegten Spielaufbau festzuhalten. Hätte die Partie 90 Minuten gedauert, wären die Löwinnen vermutlich nicht nur mit einem blauen Auge davongekommen.  Allerdings waren es zehn Minuten, die auch nach dem Spiel noch für Gesprächsstoff sorgten und man vor allem im Hinblick auf das letzte Meisterschaftsspiel gegen Giswil ändern muss.

Veni, vidi, vici – Sie kamen, sahen und siegten

Spannung lag in der Luft. Für Motivationsfloskeln vor dem Spiel musste das Trainerteam nicht sorgen, dafür sorgten die Spielerinnen selbst. Sichtlich nervös, aber gut gelaunt betraten die Luzernerinnen  die Kabine vor dem Spiel gegen Giswil/Lungern. Seit Mitte Juli haben die Löwinnen auf dieses Spiel hingearbeitet.

Als die Löwinnen schliesslich das Feld betraten, legten sie los wie die Feuerwehr. Erika Rodriguez, nach einer Verletzung wieder zurück im Team, tänzelte die gegnerische Abwehr bereits in den ersten zehn Minuten mehrere Male aus. So auch beim 1:0, als Rodriguez mit einem hohen Pressing den Ball eroberte und diesen im Zentrum auf Veronika Suma spielte. In der zwölften Minute nickte Michelle Kunz nach einem schön getretenen Eckball durch Suma den Ball zum 1:0 ins Tor.

Lisbeli Almonte war für die nächsten beiden gefährlichen Toraktionen besorgt. Zwar scheiterte sie bei ihrem ersten Versuch, den zweiten Angriff schloss Almonte in der 13. Minute allerdings zum 3:0 ab. Zwar dauerte es (nach einem kurzen Durchhänger wie so oft in dieser Vorrunde) wiederum 20 Minuten, bis Almonte in der 37. Minute auf 4:0 erhöhte.

Dass man dem Aufstieg mit jeder Minute näher kam und mit 4:0 führte, sorgte in den Köpfen der Spielerinnen für Ruhe. So konnten die Spielerinnen vor allem in der zweiten Hälfte schöne Ballstafetten über die Seiten vortragen, die man zuweilen in den Trainings übte. Ein Ausrufezeichen setzte Suma in der 45. und 58. Minute. In der Entstehung waren beide Tore eine Augenweide. Zuerst spielten die Löwinnen den Ball bewusst auf die Aussenläuferin, weil es dort jedoch keinen Raum gab, spielte man den Ball wiederum geduldig ins Zentrum zurück, wo sich für Suma eine Lücke öffnete und aus gut 25 Metern abzog.

Die letzten Minuten des Spiels waren für die Luzernerinnen das verdiente Showlaufen, bei welcher Rodriguez ihre Leistung mit dem 7:0 des Spiels krönte und die Löwinnen ein letztes Mal jubeln liess. Dass Giswil in der letzten Spielminute noch für den Ehrentreffer besorgt war, war zu diesem Zeitpunkt egal. Der Aufstieg war Tatsache. Der obligatorische Aufstiegsjubel war Tatsache.

Fazit: 78 Tore geschossen. 10 Gegentore erhalten. 27 Punkte aus 9 Pflichtspielen. 9 Siege. 0 Unentschieden. 0 Niederlagen. Das ist die Bilanz der Aufstiegsgirls. Herzliche Gratulation! Wir sind unglaublich stolz auf euch.

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