FCL U19 – FCO St. Gallen-Staad 2:1

Nach dem Auftaktsieg gegen GC wollten die jungen Löwinnen den nächsten Heimsieg einfahren. Zu Gast waren die Ostschweizerinnen, welche diese Saison schon einmal einen Punkt aus Luzern mitnehmen konnten. Das Spiel begann bei weitem nicht so furios wie vor einer Woche. Beide Teams standen defensiv gut und Tormöglichkeiten wurden auf beiden Seiten kaum herausgespielt. Luzerns Angriffe wurden früh gestoppt, es fehlte auch an der Dynamik und der letzten Konsequenz beim letzten Pass oder in den Zweikämpfen. Nach einer halben Stunde durfte sich die Luzerner Torfrau Lea Van Weezenbeek auszeichnen. Die Ostschweizerinnen kombinierten sich auf der linken Seite durch und kamen zu einem gefährlichen Torabschluss. Es blieb beim Torlosen 0:0 zur Pausen.

Julia
Julie Pirker schiesst das wichtige 1:1

Nach dem Pausentee wurde die Pace auf beiden Seiten erhöht. Luzern stellte personell um. Captain Mischi Schnider ging ins Zentrum zurück. Jessy Lazri wechselte vom Flügel in den Sturm und Joelle Meister vom Zentrum auf den Flügel. Das Heimteam wollte dem Spiel mehr den Stempel aufdrücken und versuchte sich mehr Torraumszenen heraus zu spielen. Die Zweikämpfe wurden auf beiden Seiten hart geführt und es gab immer wieder Unterbrechungen. Nach 75 Minuten konnten die Ostschweizerinnen mit 0:1 in Führung gehen. Die St. Galler Stürmerin tauchte alleine vor Lea Van Weezenbeek auf und schoss ihre Farben in Führung. Sofort nach Wiederanpfiff kam der Pfostenschuss von der jungen Laura Rosica. Luzern war gewillt dieses Spiel noch nicht aufzugeben und St. Gallen versuchte geschickt die Zeit von der Uhr zu nehmen. Nach 82 Minuten gab es einen Eckball für Luzern. Die grosse und kopfballstarke Luzerner Innenverteidigerin, Julia Pirker ging mit nach vorne. Den super Eckball von Joëlle Meister köpfte Julia wuchtig zum verdienten Ausgleich ein. Mit ihrem ersten Saisontreffer brachte sie die Löwinnen zurück ins Spiel. Die letzten 10 Minuten hatten es in sich. Luzern wollte unbedingt noch den Siegestreffer erzielen. Aber auch die Ostschweizerinnen versuchten alles um mindestens einen Punkt mitzunehmen. Den Löwinnnen schien aber die Zeit davon zu laufen. Kurz vor Schluss dribbelte Jessy Lazri sich auf der rechten Seite durch und konnte nur durch ein Foul an der Strafraumgrenze gestoppt werden. Freistoss für Luzern. Das war genau die Position für, die sich von einer schweren Verletzung zurück kämpfende, Lynn Häring. Die 90. Spielminute lief bereits als sie denn Ball perfekt über die Mauer und unter die Torlatte versenkte. Der Jubel war riesen gross und Lynn war für einen Moment unter einer Jubeltrauben verschwunden. Die jungen Löwinnen bewiesen Kampfgeist und Moral. Nur so konnten sie dieses Spiel noch drehen. Auch die eingewechselten Spielerinnen Leonie Christen und Mischi Marfurt zerrissen sich für das Team und brachten die Wende herbei. Kurze Zeit später ertönte der Schlusspfiff und die Luzernerinnen durften jubeln.

Nun kommt die Fasnacht und am 10. März folgt das schwierige Auswärtsspiel gegen YB.

Text Luzia Odermatt