Frauen U15- FC Perlen-Buchrain

Nachdem man am Wochenende noch 10:0 gegen den FC Sins verloren hatte, wollte man gegen den FC Perlen-Buchrain an diesem sonnig-warmen Montagabend punkten. Doch ähnlich wie gegen die Sinser, begann auch das Spiel gegen den FC Perlen-Buchrain mit einer deutlich spürbaren Nervosität

Bereits in den ersten zehn Minuten vollstreckte der Perlen-Stürmer einen Pass in die Schnittstelle zum 1:0. Auch wenn sich hier die Frage stellt, ob der Stürmer im Abseits stand, machte die Luzerner Verteidigung in dieser Spielsituation keine gute Figur. Allerdings zeigten die Luzernerinnen nach dem Gegentor anders als gegen Sins eine Reaktion und glichen durch Theresa Geisel postwendend zum 1:1 aus. Dieses Tor gab den Löwinnen aber nur kurz Rückhalt.

10 Minuten der Unachtsamkeit

In der 12. Minute war es erneut der FC Perlen-Buchrain, wiederum durch eine stark abseits verdächtige Position, welche das Skore auf 2:1 erhöhte. Das 1:2 schien bei den Luzernerinnen ein Trauma an das vergangene Spiel heraufzubeschwören, woraufhin man in den nächsten fünf Minuten zwei weitere Gegentore kassierte. Zu wenig konsequent geführte Zweikämpfe im Angriff bis in die Verteidigung standen oft am Ursprung der gefährlichen Abschlüsse der Buerer.

Erst durch die kurze Einwechslung von Veronika Suma kam wiederum eine gewisse Ruhe ins Spiel. Suma war es denn auch, welche sich aus Rund 25 Metern ein Herz fasste und in der 22. Minute abdrückte. Es war gleichzeitig die letzte Aktion des Luzerner Captains. Nach der Pause und ein paar nötigen Worte und Korrekturen, verbesserte sich das Spiel der Luzernerinnen grundlegend. Rodriguez attackierte zusammen mit Studer die gegnerischen Verteidiger derart gut, dass man immer wieder zu guten Torchancen kam. Allerdings zeigte sich auch gegen Perlen-Buchrain, dass die Luzernerinnen den Weg Richtung Tor zu wenig suchen und auch in diesem Spiel wieder die eine oder andere Torchance liegen gelassen haben.

Perlen-Buchrain bleibt nach der Pause blass

Trotz dem 2:4-Pausenstand kämpften sich die Löwinnen aber zurück und konnten in den ersten zehn Minuten nach der Pause gar auf 3:4 verkürzen. Und man spürte, dass die Löwinnen nicht nur an den Ausgleich, sondern sogar an einen Sieg glaubten. Anders der Gast, er spielte während der gesamten zweiten Halbzeit auf Konter und versuchte sich so aus der anhaltenden Umklammerung der Löwinnen zu lösen.

In der 64. Minute wurden die Löwinnen schliesslich durch ein sensationelles Weitschusstor durch Vahida Zukic erlöst. Die Freude bei den Spielerinnen war entsprechend gross. Fortan versuchten die Löwinnen alles, um das Spiel noch zu ihren Gunsten zu drehen und riskierten auf der anderen Seite, dass sie in gefährliche Konterangriffe des Gegners verwickelt wurden.

Ähnlich wie bereits in den ersten Minuten des Spiels, hätte der Schiedsrichter das Tor zum 5:4 für Perlen-Buchrain wegen Offsides abpfeifen müssen. Aber auch in dieser Situation wartete man vergebens auf den Pfiff des Unparteiischen. In der Folge riskierten die Luzernerinnen nochmals alles, um wenigstens noch auf ein 5:5 heranzukommen und kassierten in den letzten fünf Minuten gar noch das 6:4.

Fazit:

Hätte von Beginn weg an die eigene Stärke geglaubt und in der zweiten Halbzeit konsequenter und selbstbewusster den Weg Richtung Tor gesucht,  wäre ein Punkt gegen Perlen-Buchrain drin gelegen. Mit der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hätten die Luzernerinnen  einen Punkt mehr als verdient.

Text Menzi Ensmenger

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