NLA: Aus und vorbei

Gegen Ende der Woche war in der Zeitung zu lesen, dass die Spielerinnen vom FC Luzern das Ziel haben Cupsieger zu werden. Nach dem gestrigen Spiel gegen GC ist der Traum geplatzt. Nach 15 Minuten führte GC bereits mit 1:0. Luzern verlor zweimal hintereinander in der Vorwärtsbewegung den Ball und wusste sich anschliessend nur noch mit einem Foulspiel zu helfen. Der seitliche Freistoss konnte von Van Weezenbeek zwar abgewehrt werden, da aber eine FCL-Spielerin nur alibimässig verteidigte brauchte Tenini den Ball nur noch in das Tor zu schieben.

Postwendend hätte Luzern den Anschlusstreffer erzielen müssen, jedoch schoss Wyser aus kürzester Distanz GC Torhüterin Gehrig an, welche chancenlos gewesen wäre. In der 25 Minute folgte dann aber der nächste Schock für das Heimteam. Nach einem Eckball liess sich eine Innerschweizerin wie eine lästige Biene abschütteln, verlor die Innere Linie und wusste sich anschliessend nur noch mit einem Foulspiel zu helfen – Penalty für GC. Malin Gut liess sich die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 2:0. Luzern hatte danach zwar mehr Ballbesitz als der Gegner, konnte gefühlt 20 Eckbälle schlagen, kreierte aber keine nennenswerte Torchance. Dem FCL wurde regelgerecht „der Schneid abgekauft“ und das Heimteam erhielt vom Tabellenletzten eine Lehrstunde betreffend Einsatz und Teamspirit. GC gewann so gut wie alle Duelle, war aggressiver und bissiger. Die Gäste rannten für einander, verteidigten als Team, schalteten clever um und brachten um einiges mehr Herzblut auf den Platz als die Innerschweizerinnen.

Ein Ziel zu formulieren ist einfach – ein Ziel zu erreichen benötigt Leidenschaft, Biss, harte Arbeit, Teamspirit und die Fähigkeit sich gegen unangenehme Situationen zu wehren.

Telegramm: Grasshoppers Zürich : FC Luzern 2:0 (2:0)

Leichtathletikstadion Hubelmatt – 100 Zuschauer

Tore: 15. 1:0 Tenini, 25. 2:0 Gut (Penaltiy) FCL: Van Weezenbeek, Scodeller (70.Erne), Müller, Ruf, Abbühl, Graf, Schnider, Wyser, Bischof (46. Jackson), Pando, Fölmli
Bemerkungen: 37. Gelbe Karte Rauber (Foul), 87. Gelbe Karte Pando (Foul) Luzern ohne: Egli, Höltschi, Ramseier(alle verletzt), Remund (rekonvaleszent).

Text: Glenn Meier

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