NLA – Dem Leader getrotzt

Die Innerschweizerinnen, absolvierten das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen. Wobei man im Cup Viertelfinal sogar über 120 Minuten gehen musste. Hand aufs Herz, wohl die wenigsten Leute haben damit gerechnet, dass die NLA Equipe nach dem desolaten Auftritt in Bern, nur drei Tage später dem Leader auf Augenhöhe begegnen könnte.

Glenn Meier und Kudi Urlich stellten das Team auf einigen Positionen um. So rückte Felder und Remund zurück in die Startformation, wie auch das Supertalent Rahel Tschopp , welche nach ihrer langen Verletzungspause den ersten Teileinsatz bestreiten durfte. Weiter kam die U19 Spielerin Nicole Scherrer zu ihrem NLA Debüt auf der Innenverteidiger Position und spielte eine überragende Partie. Einmal mehr wurde ersichtlich, wie gut im Luzerner Nachwuchs gearbeitet wird. Scherrer war bereits die Neunte (!!!) U19 Spielerin, welche in dieser Saison im NLA Team auflief und ohne Anlaufzeit sofort auf NLA-Niveau performen konnte.

Die Innerschweizerinnen spielten taktisch sehr diszipliniert und holten sich auch von FCZ Trainer Luca Fiorina grosses Lob ab. „Luzern war taktisch hervorragend auf uns eingestellt und hat ein sehr gutes Spiel abgeliefert.“ Richtig, denn das Heimteam stand kompakt, machte die Räume eng, kämpfte um jeden Meter und im Ballbesitz agierte man meist ruhig und überlegt. So auch in der 16. Minute wo die starkaufspielende Brütsch, nach einen sehr gut lancierten Angriff, den Ball leider nur in das Aussennetz hämmerte. Luzern neutralisierte Zürich über weite Strecken der Partie– doch das nahm dem Spiel auf keinen Fall den Unterhaltungswert. Die Zuschauer bekamen ein sehr gutes Fussballspiel zu sehen. Vor allem auch beide Torhüterinnen lieferten sehr gute 90 Minuten ab und waren immer auf ihrem Posten wenn sie gebraucht wurden. So auch in der 58. Minute als Friedli einen super Abschluss der starken Chantal Ruf mit eine Glanzparade über die Latte lenken konnte.  Für die Luzernerinnen rettete je einmal pro Halbzeit das Aluminium.

Dann brach die spielentscheidende 72. Minute an. Die Zürcherin Lesley Ramseier fasste sich, aus rund 25 Metern, ein Herz und hämmerte den Ball mit einem wunderschönen Distanzschuss unter die Latte – 0:1 FCZ.

Das Heimteam hätte auf Grund der Leistung – und mit ein wenig Glück sicher einen Punkt verdient gehabt. Momentan bezahlt man noch ein wenig Lehrgeld gegen die grossen Mannschaften. Jedoch verdient die Reaktion der Luzernerinnen grössten Respekt. Nach der Demütigung am vergangenen Mittwoch, nach nur drei Tagen, dem Rekordmeister auf Augenhöhe zu begegnen verdient höchste Anerkennung.

Nun heisst es regenerieren und am nächsten Samstag wartet mit dem FC Basel der nächste ganz grosse Brocken. HOPP LOZÄRN!!!

Telegramm: FC Luzern : FC Zürich 0:1 (0:0)

Allmend – 120 Zuschauer – SR

Tore:  72. 0:1 Ramseier FCL: Honegger, Wyser, Scherrer (81. Schegg), Graf, Häring, Felder (75. Sager), Reuteler, Tschopp (64.Lötscher), Remund, Ruf, Brütsch Bemerkungen: 31. Pfostenschuss Zürich. 67. Lattenschuss Zürich. Luzern ohne: Egli, Haller, Schürch, Scodeller, Schnider (alle verletzt), Videira (abwesend)

Fotos Dominik Stegemann, Andy Stocker, Erwin von Moos

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