NLA: Der FCZ noch eine Nummer zu gross

Der FC Luzern war zu Gast beim aktuellen Schweizermeister. Nach bereits zehn Minuten bekam der FC Zürich einen umstrittenen Penalty zugesprochen. Diese Chance liess sich Martina Moser nicht nehmen und brachte das Heimteam in Führung.

Luzern kam in der 26. Minute durch Bischof zur ersten nennenswerten Torchance. Leider hämmerte sie ihren Abschluss aber über das FCZ-Tor. Auch die junge Fölmli kam zu zwei aussichtsreichen Möglichkeiten, jedoch waren beide Abschlüsse kein Problem für FCZ-Torhüterin Peng. Der FC Zürich führte technisch die feinere Klinge und wurde in der 38. Minute belohnt.  Eine der besten Spielerinnen auf dem Platz, Vanessa Hoti, erzielte mit ihrem Abschluss aus Rund 18 Meter ein wunderschönes Tor, zum 2:0-Pausenstand.

Die erste Torchance nach der Pause gehörte dem FCZ, aber Bruderer liess sich nicht bezwingen. Hätte Luzern den anschliessenden Gegenstoss sauber zu Ende gespielt, wäre der Anschlusstreffer gefallen. Leider wurde der letzte Pass von Fölmli zu überhastet gespielt und somit konnte die 2zu3-Überzahlsituation im Strafraum nicht ausgenutzt werden.

Der Anschlusstreffer fiel dennoch. FCL-Stürmerin Pando zeigte in der 58. Minute, dass sie aktuell über ein gutes Selbstvertrauen verfügt. Aus Rund 35 Meter hämmerte die Führende der Torschützenliste, einen Freistoss direkt in die Maschen zum 2:1 Anschlusstreffer. Zürich blieb aber spielbestimmend und Luzern konnte regelmässig Nadelstiche setzen. In der 68. Minute kam dann die ganz grosse Ausgleichschance für die Innerschweizerinnen. Nach einer super Flanke von Scodeller tauchte Fölmli alleine vor Peng auf. Die Stürmerin traf den Ball aber nicht wunschgemäss und Luzern kassierte praktisch im Gegenzug das 3:1.

Zürich gewinnt verdient mit 3:1 und war für den FC Luzern sicher noch eine Nummer zu gross. Für Luzern wird es nicht einfacher. Am kommenden Mittwoch steht bereits die nächste Partie auf dem Programm. Die Innerschweizerinnen sind zu Gast beim FC Basel, der als einziges Team noch kein Spiel in dieser Saison verloren hat. HOPP LOZÄRN!

Telegramm: FC Zürich : FC Luzern 3:1 (2:0)

Herrenschürli, Zürich – 200 Zuschauer

Tore: 11. 1:0 Moser, 38. 2:0 Hoti, 58. 2:1 Pando, 69. 3:1 Humm
FCL: Bruderer, Scodeller, Müller, Graf, Abbühl, Wyser, Ramseier (34. Erne), Bischof (79. Sager), Jackson (63. Schnider), Pando, Fölmli
Bemerkungen: 62. Gelbe Karte Scodeller (Foul) Luzern ohne: Egli, Höltschi (alle verletzt), Haller, Remund (rekonvaleszent).

Text: Glenn Meier