NLA – erste Heimniederlage

«Hinten dichthalten» war das Ziel vom FCL, der viel zu viele Gegentore bekommt. Doch zwei Minuten vor Ende des Abschlusstrainings am Freitag verletzte sich die vorgesehene Abwehrchefin Rahel Graf am Knie. Sie versuchte zwar alles um gegen YB auf dem Platz stehen zu können, doch beim Aufwärmen war nach wenigen Minuten klar – Graf fällt aus. Zürny rückte in die Startelf.

Luzern kam ganz schlecht in die Partie und lag bereits nach vier Minuten mit 0:1 im Rückstand. Doch die Gäste aus Bern hätten bereits nach 90 Sekunden führen können, doch Albisser im FCL-Tor, welche für die kranke Honegger auflief, reagierte glänzend!

Doch nur zwei Zeigerumdrehungen nach der YB-Führung, liess Reuteler ihre Klasse aufblitzen und versenkte den Ball mit einem herrlichen Distanzschuss im YB-Tor – 1:1. Danach gab es Torchancen auf beiden Seiten. YB führte technisch die feinere Klinge und Luzern war vor allem auf Konter gefährlich. Einer dieser Konter lief in der 39. Minute über Brütsch. Die Stürmerin, welche mit einer Bänderzerrung auf dem Platz stand, lief alleine auf das YB-Tor zu, doch scheiterte an der gut reagierenden Studer. Nicht zu übersehen war die Abwehrschwäche der Luzernerinnen. Wie auch in den vergangenen Partien, konnte die Abwehr oftmals (zu)leicht überspielt werden. So auch eine Minute vor der Pause – Lehmann brachte die Bernerinnen mit 1:2 in Führung.

Nach der Pause spielte nur noch ein Team. Die Gäste aus Bern. Luzern wirkte müde, schlapp, mental nicht auf der Höhe, die Umschaltbewegungen waren nicht vergleichbar mit den Partien vor ein paar Wochen. Vor allem auch die Leistungsträgerinnen, welche von den Nationalmannschaften zurückgekehrt waren, wirkten platt. YB dominierte das Spiel nach Belieben und Luzern konnte froh sein, dass YB die Torchancen zum Teil kläglich liegen liess. Schliesslich traf YB, in der 87. Minute, doch noch zum verdienten 1:3. Die überragende Lehmann, welche die Schwächen der Luzerner-Abwehr, immer wieder aufdeckte, belohnte ihre Leistung mit ihrem zweiten Treffer an diesem Abend gleich selbst.

Für Luzern wird es nun extrem schwierig. Am Mittwoch steht das schwierige Auswärtsspiel beim Leader in Zürich an und am Samstag folgt das Spiel gegen Basel. Wenn die Innerschweizerinnen in diesen Spielen etwas Zählbares holen wollen, braucht es eine unglaubliche Steigerung. Ist das Team in der Lage noch einmal die Kräfte zu bündeln? HOPP LOZÄRN!

 

Telegramm: FC Luzern : BSC Young Boys 1:3 (1:2)

Allmend – 150 Zuschauer – SR

Tore:  4. 0:1 Ismaili, 6. 1:1 Reuteler, 44. 1:2 Lehmann, 87. 1:3 Lehmann FCL: Albisser, Lötscher, Zürny, Egli, Remund, Wyser, Häring (46. Nietlispach), Sager, Videira (46. Stapelfeldt), Brütsch (75. Schegg) Reuteler. Bemerkungen: Keine. Luzern ohne: Graf, Haller, Tschopp, Schürch, Scodeller, Ruf (alle verletzt).

Fotos Erwin von Moos / Dominik Stegemann

 

  • Samichlaus 03/12/2017 at 15:36

    Liebe FCL Spielerinnen, Ihr habt eine ganz tolle Zeit hinter euch. Lasst den Kopf nicht hängen wegen einer Heimniederlage. Freut euch auf ein paar geruhsame Tage ab dem 10. Dezember. Nun aber noch einmal Vollgas gegen Zürich und Basel!

  • Petra 04/12/2017 at 08:18

    Kopf hoch Ladies, ihr seid eine geniale Truppe! Volle Kraft voraus und – «Hopp Lozärn!!!!!»

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