NLA – „Nur“ ein Punkt gegen YB

Die Luzernerinnen müssen drei Spiele in sieben Tagen absolvieren. Am Mittwoch war man zu Gast in Bern, um das Nachtragsspiel gegen YB zu bestreiten. Das Ziel war klar, man wollte weitere drei Punkte einfahren.

Beide Teams waren sehr gut eingestellt, agierten höchst diszipliniert und wollten attraktiven, offensiven Powerfussball spielen. Die beste Torchance in der Startphase hatte Rahel Sager zu verzeichnen. Jedoch reagierte die starke Friedli im YB-Tor glänzend und hatte Glück, dass ihr Abpraller nicht vor den Füssen einer Luzernerin landete.

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Jedoch war es schliesslich YB, welche nach einem taktischen Fehler des Gäste Teams, durch Hurni, in Führung gehen konnten. Nur fünf Minuten später beging Luzern erneut den selben Abstimmungsfehler und hatte Glück, dass die Führung nicht gleich, durch die starke Isamili, ausgebaut werden konnte. Das Spiel wog hin – und her und war bei den eisigen Temperaturen höchst unterhaltsam für die Zuschauer. In der 39. landete ein Ruf-Eckball am Pfosten, danach ging es in die Pause.

Nach dem Pausentee kam Luzern mit einer neuen taktischen Ausrichtung auf den Platz. YB bekundete Mühe und Luzern bestimmte nun den Spielrhythmus. Das Team von Glenn Meier und Kurt Ulrich machte die Räume enger, störte YB früh im Spielaufbau und war überzeugend in den Zweikämpfen. Im Ballbesitz agierte Luzern überlegt und liess Ball und Gegner laufen. Angetrieben von der überragenden Müller, der lauffreudigen Remund und der omnipräsenten Tschopp, welche einmal mehr unter Beweis stellte, warum sie zu den grössten Talenten im Frauenfussball gehört. Immer wieder wurden Überzahlsituationen auf der Aussenbahn kreiert, wo die starke Abbühl, Brütsch und Videira immer wieder zum Flanken kamen. Das einzige Manko dabei war, dass der letzte Pass oft keine Abnehmerin finden konnte. In der 68. Minute wurde der Aufwand dann schliesslich endlich belohnt. Remund spielte einen Doppelpass mit Tschopp und diese legte den Ball Quer auf Videira, welche bereits ihren dritten Saisontreffer feiern durfte.

YB konnte sich aus dem Dauerdruck von Luzern praktisch nie befreien und musste am Ende froh sein, als die gute Eichenberger das Spiel beendete.

Fazit: Mit diesem Punkt bleibt Luzern unangefochten auf Platz 3. Leider konnte der Abstand nach vorne nicht wie gewünscht verkürzt werden. Die Innerschweizerinnen können jedoch stolz sein auf die Leistung. Am Wochenende folgt das Heimspiel gegen Yverdon. Die FCL Ladys haben bloss zwei Tage Zeit um zu regenerieren. Kommt und unterstützt das NLA-Team lautstark, um 16:00 Uhr auf der Allmend! HOPP LOZÄRN!!!

Telegramm: Young Boys : FC Luzern 1:1 (1:0) inkl. Video

Sportpark Wyler- 100 Zuschauer – SR Eichenberger

Tore:  20. 1:0 Hurni, 68. 1:1 Videira FCL: Honegger, Scodeller (75. Scherrer), Ruf, Graf, Abbühl, Tschopp, Müller, Remund, Videira (80. Erne), Sager (64. Sager) Brütsch Bemerkungen: 39. Pfostenschuss Ruf, 90. Brütsch Gelb Brütsch (Foul). 93. Gelb Ismaili (Foul),Luzern ohne: Nietlispach, Wyser (rekonvaleszent). Egli, Häring, Steiner, Haller (verletzt), Jörg (abwesend)

Text Glenn Meier