NLA: Rückrundenstart nach Mass

Lange hat die Pause für das NLA Team nicht gedauert. Am 12.12.18 spielte man das letzte Meisterschaftsspiel in Genf und bereits gestern Samstag startete das Team von Glenn Meier und Kurt Ulrich wieder in die Rückrunde. Auf Grund des Schneefalls musste das Startspiel auf den Kunstrasen verlegt werden. Zu Gast auf der Luzerner Allmend waren die Grasshoppers aus Zürich.

Luzern konnte in der Vorbereitung keine Trainingseinheit mit allen Akteurinnen absolvieren und auch im Trainingslager in der Südtürkei fehlten einige Schlüsselspielerinnen auf Grund von Prüfungen. So stand eine Startelf auf dem Platz, welche in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hat.

Doch der Start für die Luzernerinnen glückte nach Mass. Die A-Nationalspielerin und aktuelle Torschützenkönigin Irina Brütsch, brachte die Innerschweizerinnen mit zwei direkten Freistosstoren bereits früh in Führung. Obwohl man an dieser Stelle erwähnen muss, dass Furrer im GC-Tor vor allem beim zweiten Tor in der 26. Minute keine gute Figur abgab. Die Partie war ein typisches Startspiel. Bei beiden Teams fehlten noch die Automatismen und man wollte auf keinen Fall in Rückstand geraten.

Die Gäste aus Zürich hatten zwar vor allem im Mittelfeld die ein oder andere gute Ballstafette, blieben nach vorne jedoch ohne erwähnenswerte Torchance. Anders das Heimteam, welche bereits vor der Pause für eine Vorentscheidung hätten sorgen müssen. Zuerst scheiterte die starke, wieder genesehne Wyser in der 39. Minute mit ihrem Abschluss nur ganz knapp. Nur ein paar Sekunden später, liessen die Innerschweizerinnen den Ball einmal über mehrere Stationen direkt laufen, aber Höltschi verzog den Abschluss knapp am Tor vorbei. In der 45. Minute hatte das Heimteam dann noch eine Grosschance, doch der letzte Pass von Sager war leider zu ungenau.

Auch in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nicht hochstehender. Luzern hatte vor allem durch Julia Höltschi zwei sehr gute Möglichkeiten. In der 65. Minute köpfte die Stürmerin den Ball wuchtig nur wenige Zentimeter am GC-Tor vorbei.

In der 63. Minute schickte Luzern erneut die junge Svenja Fölmli auf den Platz. Gerade mal sieben Minuten benötigte das junge Supertalent um das wichtige- und zu diesem Zeitpunkt hochverdiente 3:0 zu erzielen. Nach einer Flanke von Irina Brütsch hämmerte die Stürmerin, den Ball direkt, mit ihrem „schwächeren“ linken Fuss, in die Maschen. Die erst 17-Jährige war danach an praktisch jeder nennenswerten Aktion beteiligt und belebte das Angriffsspiel des FCL enorm. GC hatte Glück, dass Luzern im Abschluss noch einige Chancen liegen liess und oft die letzte Konsequenz vermissen liess. Remund und Brütsch hätten das Resultat noch weiter in die Höhe treiben können.

GC brauchte bis zur 81. Minute, um sich eine Grosschance erspielen zu können. Walker kam aus fünf Meter freistehend zum Kopfball doch Honegger, welche sonst einen sehr ruhigen Abend hatte, hexte den Ball mit einem  übermenschlichen Reflex von der Linie. Die letzte grosse Chance des Spiels gehörte aber erneut dem Heimteam. Ruf, welche zu den besten Akteurinnen auf dem Platz zählte, spielte den Ball, nach genialer Vororientierung, auf die  eingewechselte Erne. Die Flügelspielerin liess mit einem Dribbling ihre Gegenspielerin alt aussehen und spielte das Leder anschliessend auf die lauffreudige Müller. Diese scheiterte mit ihrem schönen Abschluss jedoch an der Latte. So blieb es beim hochverdienten 3:0 Startsieg für die FCL Frauen.

Fazit: Ein Startspiel nach Mass. Der Sieg geht in dieser Höhe absolut in Ordnung und hätte auch noch höher ausfallen können. Doch die Innerschweizerinnen dürfen sich von dem Resultat nicht blenden lassen. Mit einer solchen Leistung wird es gegen die kommenden Gegner YB und Zürich keine Punkte geben. Aber das Team hat nun wieder eine Woche Zeit um an den Automatismen zu arbeiten. HOPP LOZÄRN!!!

Telegramm: FC Luzern : Grasshoppers Club Zürich
3:0 (2:0)

Allmend Süd – 100
Zuschauer

Tore:
8. 1:0 Brütsch, 26. 2:0 Brütsch, 71. Fölmli FCL: Honegger, Scherrer Graf, Ruf, Abbühl, Wyser, Müller, Remund,
Brütsch (85. Erne), Sager (63. Fölmli), Höltschi (84. Lahmici) Bemerkungen: 37. Gelb Roscic (Foul), 88.
Lattenschuss Müller Luzern ohne: Egli,
Haller, Scodeller (alle verletzt), Tschopp (abwesend)

Text: Glenn Meier
Fotos Andy Scherrer (www.topsportfotografie.ch)