NLA schlägt sich selbst

Zu Gast auf der Luzerner Allmend war am Samstag Servette. Die Mannschaft aus Genf zählt zu den Top-Favoriten auf den Schweizermeistertitel in der neuen Saison. Der Verein hat sich dafür entschieden professionellere Strukturen zu schaffen und es wurde viel Geld in das neue Kader investiert.

Die Innerschweizerinnen hatten sich unter der Woche sehr gut auf den Gegner vorbereitet. Luzern stand kompakt und liess gegen den Favorit wenig zu. In der 29. Minute lancierte Müller die sehr starke Bischof, welche im Zusammenspiel mit Fölmli, ihre super Athletik unter Beweis stellen konnte. Thalmann im Tor der Gäste konnte den Abschluss von Bischof aber nicht wunschgemäss klären und Pando drückte den Ball über die Linie. Es war der sechste Treffer von Pando im dritten Spiel!

Die Luzerner Führung war jedoch nicht von langer Dauer. Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld und anschliessenden Stellungsfehlern in der Abwehr, kam Servette in der 31. Minute zum Ausgleich. Vor der Pause konnten die Innerschweizerinnen aber erneut in Führung gehen. Müller brachte das Heimteam nach einem Eckball  mit 2:1 in Front. Bereits in der Nachspielzeit der ersten Hälfte hätte das Heimteam die Führung noch ausbauen müssen, aber weder Pando noch Wyser konnten von dem Eigenfehler der Gäste profitieren.  Luzern spielte eine gute erste Hälfte und die Führung ging zu diesem Zeitpunkt absolut in Ordnung.

In der zweiten Hälfte erhöhte Servette den Druck und konnte in der 68. Minute durch einen Elfmeter ausgleichen. Erneut agierte die FCL-Abwehr viel zu ungestüm. Nur zwei Minuten später verteilte das Heimteam das nächste Geschenk mit einem haarsträubenden Eigenfehler und Servette konnte zum ersten Mal in Führung gehen. Danach folgte ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Da Luzern in der 88. Minute noch einmal die Disziplin im Abwehrverhalten vermissen liess und sich bei einem gegnerischen Einwurf erneut nicht gut anstellte, konnte Servette die Führung sogar noch ausbauen.

Fazit: Schade, Luzern hat sich an diesem Wochenende definitiv selbst geschlagen und verpasste die Möglichkeit, sich eine super Ausgangslage für die kommenden Spiele zu erarbeiten. Die Tatsache, dass Luzern in drei Partien acht Gegentore kassiert hat spricht Bände… es wartet viel Arbeit! Denn solche Eigenfehler mag es auf diesem Niveau definitiv nicht leiden.

Telegramm: FC Luzern : FC Servette 2:4 (2:1)

Allmend, Luzern – 100 Zuschauer

Tore:  29. 1:0 Brütsch, 31. 1:1 Lagonia, 43. Müller 2:1, 68. Sarrasin 2:2 (Penalty), 70. Fleury 2:3, 88. Fleury 2:4 FCL: Bruderer, Schnider (77. Abbühl), Ruf, Graf, Bischof, Müller, Wyser, Klotz (85. Erne), Ramseier (76. Häring), Fölmli, Pando
Bemerkungen:  22. Gelbe Karte Schnider (Foul), 79. Gelbe Karte Sarrano (Foul), 83. Gelbe Karte Maendly (Foul) Luzern ohne: Jackson, Remund, Egli, Höltschi, Haller (alle verletzt).

Text: Glenn Meier
Fotos: Andy Scherrer www.topsportfotografie.ch

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.