NLA-Unentschieden zum Vorrundenabschluss

Für das letzte Vorrunden Spiel mussten die innerschweizerinnen eine lange Reise nach Genf antreten. Am Mittwochabend um 20:00 Uhr wurde die Partie gegen Servette angesetzt. Der Spielort wurde kurzfristig vom Stade de Genève auf den Kunstrasen verlegt.

Die erste Torchance der Partie gehörte durch Remund zwar dem Gästeteam, danach war es jedoch Servette welche mit 1:0 in  Führung gingen. Luzern hatte zu wenig Druck auf die ballführende Person und beim anschliessenden Lauf in die Tiefe von Maendly, war man nicht bereit den Laufweg mitzugehen. Luzern konnte froh sein, dass Sarrasin in der 11. und Duclos in der 15. Minute nicht wie gewünscht abschliessen konnten. Die Innerschweizerinnen brachte abgesehen von einem Brütsch-Freistoss kaum etwas Erwähnenswertes zustande. Die grösste Chance um die Führung ausbauen zu können hatte wiederum die pfeilschnelle Sarrasin. Honegger verschätzte sich und musste sich schliesslich bei Graf bedanken, welche den Ball noch auf der Linie klären konnte. Der FCL-Staff reagierte und brachte mit der langzeitverletzen Wyser und der jungen Fölmli noch vor dem Pausenpfiff zwei neue Kräfte.

Doch es ging auch nach dem Pausenpfiff im selben Stil weiter. Zuerst verzog Sarrasin ihren Abschluss alleine vor Honegger, bevor schliesslich Colville auf 2:0 erhöhte. Dieses 2:0 war nun aber definitiv der Weckruf für Luzern. Die Gäste entschieden sich das Spielsystem umzustellen und bekamen dadurch viel besseren Zugriff auf die Partie. Zuerst liess Fölmli bei ihrem Abschluss ihre Klasse aufblitzen, danach war es Ruf, welche durch einen Freistoss, der an Freund und Feind vorbeiflog, den Anschlusstreffer erzielen konnte. Luzern schlug nun einen Spielrhythmus an, welcher Servette nicht mehr mitgehen konnte und diese Kämpfer-Moral der Innerschweizerinnen wurde belohnt. Die sehr starke Wyser krönte ihre geniale Leistung gleich selbst und hämmerte einen Abpraller aus 18 Meter zum Ausgleich in die Maschen. Luzern wollte mehr und kam durch Fölmli mehrmals gefährlich zum Abschluss und in der 89. Minute konnte Servette den Schuss von Remund noch auf der Linie klären. Die letzte Grosschance gehörte der eingewechselten Erne, welche in der 91. Minute fast zur Heldin geworden wäre. Doch Silva im Tor von Servette entschied das 1 gegen 1- Duell für sich.

Fazit: Zu viele Akteurinnen blieben in Genf unter ihrer Normalform. Es war sehr gut ersichtlich, dass fast alle Spielerinnen auf ihren Reserven laufen. Was das Team in dieser Vorrunde jedoch geleistet hat und welche Moral auch in Genf wieder gezeigt wurde ist absolut genial! Man steht auf dem hervorragenden 3. Tabellenplatz und liegt nur drei Punkte hinter dem zweitplatzierten Lugano, welches man bereits zweimal besiegen konnte. Nun schmerzt natürlich die unnötige Startniederlage gegen GC, die unverdiente 0:1-Niederlage gegen Basel in der 94. Minute sowie die beiden sehr, sehr knappen Partien gegen den FC Zürich. Jetzt geht es in die Winterpause und die Spielerinnen können Abstand gewinnen vom Fussballalltag. Die FCL-Ladys müssen nun den Kopf freibekommen und dann schliesslich hungrig und hochkonzentrierten die Rückrundenvorbereitung starten! HOPP LOZÄRN!!!

Telegramm: Servette FC  : FC Luzern 2:2 (1:0)

Stade de Balexert – 180 Zuschauer

Tore:  6. 1:0 Maendly, 51. 2:0 Colville, 70. Ruf 2:1, 78. Wyser 2:2 FCL: Honegger, Scherrer Graf, Ruf, Abbühl, Müller, Remund, Brütsch, Videira (40. Wyser)  Sager (40. Fölmli), Höltschi (73. Erne) Bemerkungen: 72. Gelb Felber (Foulspiel), 87.Gelb Tufo (Foulspiel) Luzern ohne: Egli, Häring, Steiner, Haller, Scodeller (alle verletzt), Tschopp, Jörg (abwesend)

Text Glenn Meier