, van Weezenbeek Marianne

U17: FCL - Servette FC Chênois Féminin 1:1 (1:0)

Zum Rückrundenauftakt gegen Servette für eine gute Leistung schlecht belohnt

Nach intensiver Vorbereitung und harter Vorrunde in der Coca Cola Junior League stand am Samstag endlich das erste Meisterschaftsspiel gegen Frauen auf dem Programm. Man startete in die 10er Liga mit einem Heimspiel gegen Servette.

Die Luzernerinnen zeigten eine inspirierte und dominante Leistung und waren fussballerisch klar überlegen. Die Gäste aus Genf machten dem Heimteam vor allem durch ihre intensive und robuste Gangart das Leben schwer.

Bereits in der 5. Minute konnte Anastasia Stevanovic die Löwinnen in Führung bringen. Die erst 13-jährige Flügelspielerin setzte sich im gegnerischen Strafraum durch und schoss herrlich ins lange Eck zur Führung. Servette versuchte immer wieder ein hohes Pressing aufzuziehen, die Luzerner Verteidigerinnen blieben aber ruhig und liessen sich nicht aus dem Konzept bringen. Die Gäste kamen einmal gefährlich vors Tor der Luzernerinnen. Keeperin Selma Nay parierte jedoch ohne grössere Probleme und blieb an diesem Nachmittag fehlerfrei. Bereits im ersten Durchgang wurde die aktuelle Schwäche der Luzernerinnen ersichtlich: der Torabschluss. Wie schon im Verlauf der Vorbereitung zeigte die Mannschaft immer wieder tolle Leistungen, schaffte es aber nicht das Resultat leistungsgerecht zu gestalten. Mara Studer, Rebecca Buchle und Anastasia Stevanovic vergaben beste Gelegenheiten. Die 1-0 Pausenführung war zu gering.

Im zweiten Durchgang wurden die Luzernerinnen dominanter, drückten dem Spiel ihren Stempel auf und waren in allen Belangen überlegen. Im Zentrum gelangen Captain Jamie Kenel und der noch im Ausbildungszentrum in Biel trainierenden Lia Kamber, ebenfalls noch ganz jung mit Jahrgang 2006, ein grossartiges Spiel. Die Abwehr strahlte angeführt von Neo U-17 Nati-Spielerin Elena Mühlemann die notwendige Ruhe aus und in der Offensive kreierte man zahlreiche Tormöglichkeiten.

Leider ist Fussball nicht immer gerecht und um zu gewinnen muss man Tore erzielen. Assistenztrainer Zenel Gutaj notierte alleine für den zweiten Durchgang acht beste Torchancen für die Gastgeberinnen. Servettes Offensivbemühungen blieben inexistent. Michelle Sager, Rebecca Buchle, Mara Studer und Anastasia Stevanovic hatten alle Formen zur Auswahl ein Tor zu erzielen. Mal kam man alleine auf die ausgezeichnete Torhüterin Angele Fanti, mal verzog man rätselhaft einen Querpass aus 4 Metern vor dem Tor, dann gingen Schüsse aus besten Positionen rechts oder links vorbei. Es war wie verhext. Und es kam wie es kommen musste. Fortuna war nicht auf der Seite der jungen Luzernerinnen. Es lief bereits die 90 Minute als der Freistoss einer Servette Spielerin an die Latte klatschte. Der anschliessende Rebound prallte erneut an die Querlatte und der 3. Versuch wurde dann von Ines Sebayang irgendwie über die Linie gedrückt zum Ausgleich.

Ein guter Auftritt der Luzernerinnen endete mit einem bitteren 1:1. Im Wissen, dass man die Chancenverwertung verbessern muss, kann man auf dieser Leistung aufbauen. Nach der Nati-Pause heisst die nächste Aufgabe am Sonntag, 1. März 2020, GC.

FCL Spitzenfussball Frauen U17 – Servette FC Feminin U17  1:1 (1:0)

FCL: Nay; Furrer, Reinschmidt, Mühlemann, Mayer; Stevanovic, Kenel, Kamber, Sager; Buchle (Lötscher), Studer (Häberli)
Tore: 5. Stevanovic 1:0 / 90. Sebayang 1:1

Text: Sandro Waser
Fotos: Iwan Rüttimann