, van Weezenbeek Marianne

U19: FC Luzern - FC Zürich 2:3 (0:1)

Keine Punkte im letzten Spiel vor der Winterpause

Eine ungenügende erste Halbzeit, unnötige Gegentore und ein Regelfehler des Schiedsrichters führen zu einer Heimniederlage der Luzernerinnen zum Vorrundenabschluss.  

Das 0:1 für die Gäste aus Zürich kam mit Ansage. Lillian Schertenleib verwertete einen stark getretenen Eckball in der 11. Spielminute zur Führung. Es war der 3. Eckball innert 2 Minuten und dreimal hatten wenig Luzernerinnen Lust ihre Gegenspielerin aktiv zu verteidigen. Der Reste des ersten Durchgangs blieb harte Fussballkost. Wenig zielführende Aktionen auf beiden Seiten. Viele ungenaue lange Bälle und viel Krampf wurde den Zuschauern geboten. Ein nicht gegebener Elfmeter nach einem klaren Foul an Juliana Müller mitte der Halbzeit war einer der wenigen Aufreger. Die Löwinnen wirkten ansonsten verhalten, es fehlte an Intensität und man schaffte es nicht, an die hervorragenden Leistungen der vergangenen Wochen anzuknüpfen.

Nach der Pause wurde die Partie attraktiver. Es blieb ausgeglichen. Dann kam es zur vermutlich spielentscheidenden Szene in der 67. Minute. FCZ Torhüterin Sina Knecht spielte den Ball ausserhalb des Strafraums mit der Hand, wurde jedoch zum Entsetzen aller Anwesenden nicht vom Platz gestellt, sondern nur mit einer gelben Karte bestraft. Ein fataler Fehler des Schiedsrichters. Luzern kam zu dieser Zeit besser in die Partie und war klar am Drücker. Der anschliessende Freistoss entwickelte sich zum Boomerang, prallte in die Mauer und lancierte den Zürcher Konter zum 0:2. Danach war es praktisch nur noch das Heimteam, welches zu Chancen kam. Ein Lattenschuss von Rebecca Villena und ein Pfostenschuss von Juliana Müller landeten aber nicht im Tor. Ein individueller Fehler in der Luzerner Hintermannschaft brachte dem FCZ sogar noch das 3. Tor. Noch waren aber 10 Minuten zu spielen und die Moral bei den Luzernerinnen stimmte. Man stürmte nun mit allem was man zur Verfügung hatte. Samara Weber verkürzte in der 83. Minute zum 1:3, ein Freistoss von Joëlle Meister in der 89. Minute brachte den Anschluss zum 2:3. Plötzlich lag doch noch ein Punktegewinn im Bereich des machbaren. Die 5 Minuten Nachspielzeit brachten nochmals Spannung. Das notwendige Quäntchen Glück für den Ausgleich hatten die Löwinnen aber nicht mehr und man verlor die Partie unglücklich mit 2:3.

Bericht: Sandro Waser
Fotos: Beda Filliger

Matchtelegramm: FC Luzern - FC Zürich 2:3 (0:1) - Luzern, Sportanlagen Allmend Süd

Luzern: Beetschen; Meyer (70. Weber), Reinschmidt, Mühlemann, Troxler (79. Suma), Kenel (81. Güntert), Villena y Scheffler, Kamber, Meister, Sager (61. Andrist), Müller
Tore: 11. 0:1 Schertenleib, 68. 0:2 Bürge, 80. 0:3 Egli, 83. 1:3 Weber, 89. 2:3 Meister