Trainingslager FCL U17 in Benicassim

Bericht der U17

Als Höhepunkt der intensiven Vorbereitungsphase für die kommende Rückrunde ging es für die U17 und die C-Talents für 5 Tage (6.2.-10.2.) ins Trainingslager nach Spanien. Bei frühlingshaften Temperaturen standen intensive Trainings, Teambuilding und natürlich eine Menge Spass im Fokus.

Dienstag, 6.2.18

Theresa, Mara, Rebecca

Am Dienstag um 12:00 Uhr sassen alle pünktlich im Flugzeug Richtung Valencia. Alle waren voller Vorfreude auf die kommenden Tage. Der Flug verlief, wie erwartet, reibungslos. Das Wetter in Spanien spielte jedoch nicht mit. Ein kühler Wind wehte und es nieselte. Ein Car holte und vom Flughafen ab. Nach der einstündigen Fahrt hatten wir im Hotel gerademal 10 Minuten Zeit uns bereit für das erste gemeinsame Essen zu machen. Dresscode natürlich FCL-Kleidung. Nach dem Essen mussten wir uns erneut beeilen, denn um 17:00 Uhr rollte der Car bereits Richtung Trainingsgelände. Das Wetter spielte verrückt. Als wir aus dem Car ausstiegen, frierte es uns. Es hatte angefangen heftig zu winden und stark zu regnen. Der halbe Rasenplatz stand unter Wasser. An Training war nun nicht mehr zu denken. Der Car war jedoch schon abgefahren und wir konnten uns in der Kabine ein bisschen aufwärmen. Ein Anruf wurde getätigt und wir wussten der nächste Car war erst in 30 Minuten da. Die Trainer hatten dann die gute Idee, man könne ja auch etwas produktives in dieser Wartezeit machen. Also fingen wir mit Krafttraining an. Liegestützten und diverse Stabi-Übungen. Der Car befreite uns dann von den letzten Übungen. Im Hotel konnten wir uns dann noch stärken und dann war der erste Tag mit etwas Chaos auch schon vorbei.

Mittwoch, 7.2.18

Laura H., Michelle M., Leonie Chr.

Gestärkt vom leckeren Morgenbuffet gings nun zum zweiten Mal auf den Fussballplatz. Wir absolvierten ein taktisch ausgelegtes Training zur Vorbereitung auf das grosse Spiel am Abend gegen Villareal.

Unsere Freizeit am Nachmittag nutzten wir um das schöne Wetter am Strand zu geniessen. Anschliessend stärkten wir uns mit Pasta und fuhren mit dem Car zum Trainingsgelände des
CF Villareal. Dort bestritten wir ein spannendes Testspiel, welches wir 3-2 gewinnen konnten.

Donnerstag, 8.2.18

Svenja, Joelle, Laura R.

Wir mussten bereits früh aufstehen. Um 07.15 Uhr ging es ab zum Strand und wir mussten joggen gehen. Nach diesem doch schon strengen Training, ging es weiter mit dem nächsten Morgentraining. Nach dem Mittagessen hatten wir erst einmal ein wenig Freizeit um einen Mittagsschlaf, Spiele oder andere Sachen zu machen. Danach ging es dann weiter mit dem nächsten und letzten Training für diesen Tag. Eigentlich war ein taktisches Training vorgesehen, doch schlussendlich durften wir ein Spasstraining  mit einem 4 vs 4 Turnier absolvieren. Doch der Höhepunkt vom Tag kam erst noch. Nach dem Training mussten wir uns schnell umziehen, bekamen einen Lunch und ab ging es nach Valencia zum Copa del Rey Spiel Valencia – Barcelona. Am Ende gewann Barca mit 2-0. Für uns war es ein lehrreiches und spannendes Spiel. Nach einem langen Tag durften wir dann um 01:00 Uhr schlafen gehen.

Freitag, 9.2.18

Tanja, Michelle R., Mägi

Nach einer späten Ankunft und einem spannenden Match in Valencia am Donnerstagabend, kamen alle ein wenig müde zum Frühstück am Freitagmorgen. Es ging bald los mit dem Car zum Trainingsplatz, ein wunderschöner Rasen erwartete uns. Perfekt, um in der Sonne ein gutes Training abzuliefern. Mit dem Einwärmen von Zenel, einer taktischen Spielform und einem Abschlussmatch war es ein gelungenes Training.

Am Nachmittag stand ein internes Spiel Alt gegen Jung an. Ein paar Sprüche und der nötige Konkurrenzkampf gehörten am Nachmittag definitiv dazu. Das Spiel, geleitet vom „unparteiischen“ Zenel, endete 1:1. Es war sehr intensiv und voller Emotionen. Es blieb aber alles auf dem Platz und die Stimmung war danach nach wie vor so toll, wie sie die bereist die ganze Woche war.

Bevor wir zum Abendessen gingen, liefen wir vom Hotel zum Strand und genossen einen leckeren Apero. 😉

Danach standen Spiele an und obwohl Larissa nicht so oft gewann und unser Trainer beim „Werwölfle“ ein bisschen das Opfer des Diebes war, hatten wir einen tollen Abend. Da wir am Samstag Morgen kein Training mehr hatten, durfte es auch ein bisschen länger werden, aber gewisse Sachen müssen ja Teamintern bleiben. Und so ging auch der letzte Abend in Valencia gelungen zu Ende.

 

Fazit

Larissa, Lea, Leonie

Training, Teamgeist, Topleistung

Das Training war meist intensiv und abwechslungsreich. Mit verschiedenen Spielformen übten wir das defensive Verschieben und weitere taktische Aspekte.

Das Sonnenaufgang joggen am Strand mit Zenel war streng, aber lohnenswert. Der Abschlussmatch der jüngeren Spielerinnen gegen die Älteren war sehr leidenschaftlich und blieb bis zum Schluss spannend und endete mit einem Unentschieden.

Der Teamgeist wurde die ganze Woche mit gemeinsamem Singen als Team unterstützt. Auch unser Trainer kennt jetzt die neusten Music-Hits. 😉

Der Match Valencia vs Barcelona, das gemeinsam Essen und der Spieleabend brachten eine super Stimmung ins Team und stärkten den Zusammenhalt. Das Testspiel gegen die U17 Frauen des
FC Villareal war sehr intensiv und auf hohem Niveau. Vor allem in der 1. Halbzeit zeigte unser Team eine hervorragende Leistung. Wir hatten zahlreiche Torchancen und liessen kaum gefährliche Aktionen zu. Die 2. Halbzeit war dann etwas ausgeglichener und am Schluss stand eine verdienter 3-2 Sieg für unsere Mannschaft.

Auch in den Trainings versuchten, trotz Müdigkeit, immer alle Top Leistungen zu bringen.

 

Spielbericht

CF Villareal U17 – FCL U17 2-3 (0:3)

FCL U17: Konzett; Hadorn, Christen (Marfurt), Bluntschli (Schärli), von Moos; Buchle, Meister, Reinschmidt, Rosica (Hengartner); Fölmli, Studer (Geisel)

Tore: Studer, Fölmli (2)

Eine herausragende 1. Halbzeit bescherte den FCL Frauen eine 3-0 Pausenführung. Das einzige Manko war die Effizienz vor dem gegnerischen Gehäuse, sonst wäre das Resultat zur Pause wohl noch deutlicher ausgefallen.
Eine kompakt auftretende Luzerner Equipe, agierend im 4-4-2 System, liess den Gegnerinnen kaum Räume um Torgefahr zu kreieren. Eine hervorragende Umsetzung, des im Morgentraining geübten kollektiven Verschiebens, ermöglichte den Luzernerinnen immer wieder Balleroberungen, welche dann sofort zu Gegenangriffen genutzt werden konnten.

Die 2. Halbzeit startete erneut mit zwei Grosschancen für die Luzernerinnen. Der letzte Abschnitt des Spiels gehörte dann aber vermehrt den Spanierinnen, welche nach dem Anschlusstor nochmals leidenschaftlich und mit südländischem Temperament kämpften. Bei den Luzernerinnen liess dann etwas die Kraft nach und die Frauen von Villareal wurden immer wieder gefährlich durch lange Bälle aus dem Halbfeld.

Am Ende stand es 3-2 für die Luzernerinnen, welche eine Topleistung gegen eine internationale Mannschaft ablieferten.

Freude und Spass kamen trotz intensivem Programm nicht zu kurz. Die meisten Spielerinnen waren trotz müden Beinen und manchmal etwas wenig Schlaf stets mit einem Lächeln auf dem Gesicht unterwegs. Viele gemeinsame, interessante und spannende Momente schweissten das Team zusammen.

Charakter hat diese Mannschaft ungemein viel, denn wer ein Trainingslager mit soviel gegenseitiger Unterstützung und Solidarität bestreitet, ist voll der positiven Eigenschaften. Es war toll als Trainerteam mit anzusehen, welch positiven Umgang die Spielerinnen miteinander pflegten, wie die älteren Spielerinnen die jüngeren unterstützen und wie man sich in den intensiven Trainings gegenseitig motivierte und zu Höchstleistungen pushte.

Leistung ist oftmals ein Spiegelbild des Befindens. Eine solche Leistung wie im Testspiel gegen Villareal ist nur möglich, wenn ein solidarisches Team, welches den Erfolg gemeinsam erreichen will auf dem Platz steht.

Insider – Hmm… Wer war das denn?????

Eine unserer freudenreichsten und meist vergnügt aufgelegten Spielerinnen ( ausser beim Joggen frühmorgens) ist an der Gepäckkontrolle am Flughafen Zürich. Sie wird von einem sympathischen jungen Zöllner mit den Worten „Ich wünsche Ihnen einen guten Flug“ verabschiedet, schlagfertig wie sie ist, antwortet sie: „Danke, das wünsche ich Ihnen auch“. Na ja… Da scheint jemand noch ein Extraticket zu haben….

Trotz grosser Ankündigung ihrer anscheinend so überragenden Jassqualitäten, hat es diese sonst eher als zurückhaltende Person bekannte Spielerin geschafft, in 2 aufeinanderfolgenden Jassrunden derart haushoch zu verlieren, dass sich der Zähler weigerte ihre Punkte zusammenzuzählen. Leider konnte sie sich auch im anschliessenden „Werwölflen“ nicht steigern und war meist schon nach gefühlten 2 Minuten raus aus dem Spiel. Zu ihrer Verteidigung muss man wohl hinzufügen, dass es Spielerinnen beim Jassen gab, die auch gerne mal das Blatt ihrer Nachbarin aus den Augenwinkeln studiert haben. (Info: Diese Person spielt meistens auf der Positon der Aussenverteidigerin)

So einen feinen, süssen Schokoriegel aus einem Automaten zu bringen ist manchmal auch eine hohe Kunst. Eine unserer kreativen Mittelfeldspielerinnen hat es jedoch geschafft, einen 1 Euro Riegel so zu platzieren, dass er wohl nie mehr rausgefischt werden kann. Ihre anschliessende Wut auf den Automaten möchte ich hier nicht weiter kommentieren. Ich hoffe, sie hat dies als Zeichen gedeutet und sich danach mit einem Apfel verköstigt.

Die Personendurchlässigkeit innerhalb Europas wird neuerdings durchaus lasch gehandhabt. Einer unserer Spielerinnen ist es jedenfalls gelungen, sich mit einem abgelaufenen Busabonnement als Reisepass durch den Check-In zu schleusen. Hut ab vor dieser Leistung. Für mich jedoch unverständlich, wie man ein so riesiges Portemonnaie (unser Wertsachensack hat manchmal die grösse eines Reisekoffers) in der Hottellobby liegen lassen kann…..

Kommen 2 Spielerinnen spätabends nach der Rückkehr vom überzeugenden Testspielsieg gegen Villareal und klopfen an die Türe des Trainers. In etwas jammernder Haltung, mimisch gezeichnet von der schockierenden Nachricht unseres Co-Trainers Zenel, dass am kommenden Morgen um 7:15 ein Lauftraining ansteht, sagen sie mutig: „Aber Sandro, jetzt können wir ja nur noch 6 h schlafen, das ist doch zu wenig“. Nach einem kurzen gegenseitigen Schweigen antwortet der Trainer: „Hmm.. Ja, jetzt sind es nur noch 5 h 55 Minuten…“

Kurzer Hinweis, eine dieser Spielerinnen hat sich, trotz etwas heiserer Stimme, als sprachgewandte Erzählerin im „Werwölflen“ hervorgetan.

Bericht: Sandro Waser, Zenel Gutaj / Spielerinnen

Fotos U17 / U16

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