U15 – Sechs Punkte vor dem Aufstieg

Jetzt nicht den Boden unter den Füssen verlieren!

Nach fünf Meisterschaftsspielen und klaren Siegeszügen, begegnete man am Samstag einer spielerisch stärkeren Mannschaft aus Hergiswil – und musste am Ende froh sein, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.

Mit Wille und Kampf zu drei Punkten

Obwohl Erika Rodriguez an diesem Samstag bereits in der siebten Minute den ersten Treffer der Löwinnen durch einen Sololauf über die rechte Seite markierte, offenbarte sich bereits in den Minuten nach dem Tor die fehlende Konzentration bei gewissen Spielerinnen.


Zwar ging es bis zur 32. Minute, ehe Hergiswil mit einem Konter die gesamte Luzerner Verteidigung schlecht aussehen und zum 1:1 ausgleichen konnte. Anders als noch gegen Sachseln und Stans kam die Antwort der Löwinnen allerdings nicht postwendend, sondern erst eine Minute vor der Halbzeitpause. Nadine König fasste sich ähnlich wie Rodriguez in der 39. Minute ein Herz und zog auf der rechten Seite ihrem Gegenspieler davon und wuchtete den Ball unhaltbar in die Maschen.

Dass die zweite Halbzeit keine Kopie der ersten werden darf, wurde während des Pausentees mehrmals proklamiert. Fehlender Biss, fehlende Kaltschnäuzigkeit und Teamgeist sollten in der zweiten Halbzeit wettgemacht werden. Wiederum war es Rodriguez, die in der 46. Minute ihre Gegenspieler regelrecht austänzelte und zum 3:1 einschob. Die Regel, wonach man Gegentore in der Regel in den ersten fünf Minute nach dem eigenen Torerfolg kassiert, zutrifft, diese Tatsache bekamen die Löwinnen gegen Hergiswil nicht ein, sondern sogar drei Mal zu spüren. Nur zwei Minuten nach dem 3:1 verkürzte Hergiswil auf 2:3. Dies, weil Zukic im Strafraum zu spät kam und den Gegenspieler nur noch mittels Foul vom Ball trennen konnte.

Eigentlich wäre es bereits schlimm genug gewesen, dass die Luzernerinnen hier einen Elfmeter gegen sich bekamen, zu allem Übel müsste Zukic aber auch noch mit Gelb für zehn Minuten vom Platz. Mit einem blauen Auge und etwas Glück überstanden die Löwinnen die heiklen Minuten und setzten mit Michelle Kunz sogar noch einen obendrauf, als man die Führung in Unterzahl auf 4:2 ausbauen konnte. Allerdings dauerte es auch hier wiederum nur zwei Minuten, ehe der Ball wieder im Netz der Luzernerinnen landete. So begannen die letzten fünfzehn Minuten des Spiels mit einer unnötigen Portion Nervosität.

Am Ende war es vor allem der grandios aufspielenden Erika Rodriguez zu verdanken, dass der Ball wiederum im Netz des Gegners landete. Dem Tor vorausgegangen war eine schöne Ballstafette zwischen Lisbeli Almonte, Jana Güntert und Erika Rodriguez, der Torschützin. Dass die Luzerinnen vor allem in den letzten Spielminuten für mehr Torgefahr sorgen konnten, verdanken sie aber auch Almonte. Mit ihrer Grösse und Technik konnte sie mehrmals den nötigen Raum für Mitspielerinnen und sich selbst schaffen. So war es am Ende der verdiente Lohn, dass sich Almonte selbst noch als Torschützin feiern durfte.

Fazit:

Es sind drei Punkte, die man gerne im Kampf um den Aufstieg mitnimmt. Jetzt gilt es, nicht den Boden trotz näherrückendem Aufstieg unter den Füssen zu verlieren und weiter an den eigenen Defiziten zu arbeiten. Angesichts der erhaltenen Tore und den verpassten Chancen, gibt es noch Einiges zu tun. Auch wenn das Team vor allem in der zweiten Halbzeit Moral und Teamgeist bewiesen hat.

Text Menzi

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