U17: Resultat spiegelt nicht die Leistung

Die U17 startete mit einem Heimspiel gegen den FC Rothenburg in die neue Saison der CocaCola Junior League C. Trotz einigen verletzungsbedingten Absenzen startete man sehr positiv in das Spiel.  Die Luzernerinnen waren an diesem Sonntagnachmittag die klar bessere Mannschaft in punkto Spielanlage und Spielkultur. Leider nicht was die Effizienz anging.

Aber wie immer schreibt jedes Spiel seine eigene Geschichte. Die ersten rund 20 Minuten bestimmten die Löwinnen das Spiel und zeigten spielerisch sehr ansehnlichen Fussball. Immer wieder konnte man das Spiel von hinten aufbauen und über die im Zentrum stark spielenden Jamie Kenel und Alena Bienz nach vorne tragen. In Sachen Kreativität und Spielintelligenz waren die Beiden den jungen Rothenburgern meilenweit voraus. Diese kompensierten das allerdings geschickt über die physischen Vorteile. Die Luzernerinnen verpassten es jedoch das Führungstor zu erzielen. Klare Chancen wurden von Mara Studer und Lea Rüttimann vergeben. Es kam wie es kommen musste, Rothenburg ging in der 19. Minute durch den späteren 4-fach Torschützen und besten Rothenburger David Ramlijak in Führung. Dann passierte etwas was man im Fussball nie sehen möchte, die Verletzungshexe schlug zu. Innenverteidigerin Elena Mühlemann musste mit Verdacht auf Bänderriss im Fussgelenk den Platz verlassen. Wir wünschen ihr an dieser Stelle gute Besserung und eine rasche Genesung. Sichtlich geschockt und etwas orientierungslos kassierte man unmittelbar im Anschluss an den verletzungsbedingten Ausfall zwei Gegentore. Völlig entgegen dem Spielverlauf war man plötzlich mit 0-3 Toren im Rückstand. Auch weil man weiterhin beste Tormöglichkeiten fahrlässig vergab. Die Halbzeitanalyse war klar… Die Chancenauswertung musste sich verbessern.

Auch in der 2. Halbzeit machten die Luzernerinnen weiter mit vielen positiven Aktionen. Die Gastgeberinnen waren klar spielbestimmend und kamen immer wieder zu besten Tormöglichkeiten. Alena Bienz fehlte nach einem herrlichen Solo etwas die Kraft für den optimalen Abschluss. Auch die eingewechselte Juliana Müller vergab zweimal in bester Abschlussposition. Einmal war Rothenburgs Keeper Böbner im Weg. Beim zweiten Versuch landete ihr Abschluss, nachdem der Keeper bereits ausgespielt war, am Aussennetz. Viel Ballbesitz, viel Aufwand und eine hervorragende Mentalität blieben an diesem Nachmittag unbelohnt. Es waren auch im zweiten Durchgang die Gäste aus Rothenburg, welche an Effizienz kaum zu übertreffen waren. Am Schluss stand das Endresultat von 0-5 aus Sicht der tapfer kämpfenden Luzernerinnen.

Das krasse Resultat spiegelte überhaupt nicht das Gezeigte. Wer jedoch in der CocaCola Junior League derart viele Chancen liegen lässt, muss sich nicht wundern ohne Punkte nach Hause zu gehen. Der mutige und spielstarke Auftritt sollte den jungen Löwinnen aber das nötige Selbstbewusstsein geben, das man auch bei den Jungs mithalten kann.

Nun geht es Schlag auf Schlag und in den kommenden englischen Wochen wird es viel Energie und Kraft brauchen weiterhin so positive Auftritte hinzulegen.

FCL Spitzenfussball Frauen U17 – FC Rothenburg   0:5 (0:3)
FCL U17: Zimmermann; Furrer, Troxler, Mühlemann (Müller), van den Heuvel (Stevanovic); Rüttimann (Amonte), Bienz, Kenel, Sager; Studer, Rodriguez (Ulrich)

Text: Sandro Waser
Fotos: Iwan Rüttimann