U17: Selbstverschuldete Niederlage im Kanton Schwyz

Die U17 zeigte an diesem wunderschönen Nachmittag auf der herrlichen Anlage in Wintersried in Ibach zwei Gesichter. Auf eine desaströse erste Halbzeit folgte ein toller zweiter Durchgang. Leider aufgrund von fehlender Cleverness zu wenig, um Punkte in die Leuchtenstadt mitzunehmen.

Zur Halbzeit führte das Heimteam mit 2-0 Toren. Erzielt durch den am Ende 3-fachen Torschützen und trotz gelber Karte besten Ibächler Ardit Tela. Ansonsten war das Spiel der Gastgeber sehr monoton, viele lange Bälle und wenig fussballerische Ästhetik. Nur war der Gegner aus Luzern in der ersten Halbzeit zu schwach um irgendwie das Heimteam in Gefahr zu bringen. Das Vorgenommene wurde nicht umgesetzt. Man spielte ohne Inspiration und Leidenschaft, vergass zu kämpfen und auf dem gut bespielbaren Rasen passierten zum Teil haarsträubende technische Fehler.

In der zweiten Hälfte änderte sich die Szenerie total. Die Löwinnen spielten nun überzeugter, agressiver und spielerisch um Welten besser. Die 0-2 Hypothek wurde innerhalb von 8 Minuten in eine 3-2 Führung umgewandelt. Die Tore erzielten Alena Bienz und zweimal Mara Studer. Die Gäste dominierten jetzt das Geschehen und erspielten eine Top Möglichkeit nach der Anderen.

Die Spielauslösung über Corinne Troxler und die in die Innenverteidigung zurückversetzte Rebecca Buchle war nun gepflegt. Im zentralen Mittelfeld fielen Jamie Kenel und Alena Bienz durch ihre technische Ästhetik und ihre Ballgewandtheit auf. Sie lenkten das Spiel und stellten das nun überforderte Heimteam immer wieder vor grosse Probleme. Leider gelang es den Luzernerinnen, wie schon oft in den vergangenen Wochen, nicht, das vermutlich vorentscheidende 4-2 zu erzielen. Chancen waren zu Hauf vorhanden. Beste Gelegenheiten wurden von Mara Studer, Erika Rodriguez, Jamie Kenel und Lea Rüttimann praktisch im Zweiminutentakt verschossen. Es kam wie es kommen musste. Ibach / Schwyz kam in der 67. Minute aus dem nichts zum Ausgleich. Doch das Schicksal meinte es an diesem sonnigen Samstagnachmittag noch etwas schlimmer mit den jungen Luzernerinnen. Es lief bereits die Nachspielzeit als Aridt Tela eine Hereingabe von der linken Seite zum finalen 4-3 einnetzen konnte. Schlechte Zuteilung in der Luzerner Hintermannschaft ermöglicht es dem Gegner aus 5 Meter freistehend den Ball zu versenken. Ein absolut unnötiges Gegentor verhinderte einen verdienten Punktgewinn der Gäste.

Die überzeugende zweite Hälfte überschattet nicht den trostlosen Auftritt des ersten Durchgangs. Die Spielerinnen müssen lernen, dass im Spitzenfussball eine solide Einstellung über  den ganzen Spielverlauf an den Tag gelegt werden muss, auch wenn die Spiele gegen Jungs ein hartes Brot sind. Wer den Weg an die Spitze schaffen will, muss bereit sein permanent an die Leistungsgrenze zu gehen.

Die Gründe für die Niederlage sind also schnell gefunden. Eine verkorkste erste Hälfte aufgrund schlechter Einstellung, das versieben zu vieler hochkarätiger Torchancen und die Tatsache, dass man zum wiederholten Male dem Gegner in Spielphasen wo man klar dominiert ein oder zwei Geschenke verteilt.

Viel Zeit zum Nachdenken bleibt jedoch nicht. Bereits am Dienstag um 19:30 heisst der nächste Gegner SC Cham. Dann braucht es sicher zwei gute Halbzeiten um mithalten zu können….

SG Ibach / Schwyz – FCL Spitzenfussball Frauen U17    4:3 (2:0)

FCL U17: Beetschen; Furrer (Sperlich), Studer, Troxler, Sager; Buchle, Kenel, Bienz, Stevanovic (van den Heuvel); Rüttimann, Rodriguez

Text: Sandro Waser
Fotos: Iwan Rüttimann