Weiterer Rückschlag für die NLA

Luzern musste in Zürich, bei einem Spiel auf sehr bescheidenem Niveau, die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Bereits nach 12 Minuten ging das Heimteam mit 1:0 in Führung. Bei einem Eckball agierte man viel zu passiv im Strafraum und wurde dafür sofort bestraft. Eigentlich hätte GC bereits früher führen können, denn was Luzern in den ersten 10. Minuten praktizierte war eine Katastrophe.

Die Gäste brauchten bis zur 32. Minute, bis sie die erste nennenswerte Torchance herausspielen konnten. Es grenzte fast an Arbeitsverweigerung, was die Innerschweizerinnen in den ersten 45 Minuten den Zuschauern auf dem GC Campus präsentierten. Keine Laufbereitschaft, keine Bewegung, ängstlich, passiv und ideenlos. Alle Vorgaben wurden nicht einmal ansatzweise umgesetzt und keine Spielerin fühlte sich verpflichtet als Leaderin voranzugehen und Ruhe in das Spiel von Luzern zu bringen. Es war keineswegs so, dass GC eine super Leistung gezeigt hätte, aber dennoch führten die Zürcherinnen zur Pause hochverdient.

In der zweiten Hälfte kam ein anderes Luzern aus der Kabine, man hatte mehr Ballbesitz und GC beschränkte sich auf das Kontern. In der 53. Minute setzte sich Fölmli im 1:1 durch, spielte den Ball im richtigen Timing auf die mitgelaufene Remund, welche den Ball mit einem herrlichen Abschluss via Lattenunterkante, im GC Tor versenkte. Eine Steigerung der Luzernerinnen in der zweiten Hälfte war ersichtlich, da die Grundtugenden wie Laufbereitschaft und Einsatz mehr vorhanden waren als in den ersten 45 Minuten. Die grossen Torchancen hatte jedoch das Heimteam und so war es Hongegger, welche mit zwei überragenden Paraden Luzern im Spiel halten konnte. Dennoch musste die Luzerner Torfrau in der 68. Minute erneut den Ball aus dem Netz holen. Die eingewechselte Brüllhart schoss GC mit einem schönen Abschluss zum verdienten 2:1 Heimsieg.

Fazit: Mit einer solchen Leistung besiegt man in dieser Liga kein Team! Nach der Nationalmannschaftspause muss sich bei den Luzernerinnen einiges geändert haben. Denn ansonsten wirst du auch gegen Yverdon, welche YB mit 2:0 besiegen konnten, als Verlierer vom Platz gehen.

Telegramm: Grasshoppers Club Zürich : FC Luzern 2:1 (1:0)

GC Campus- 150 Zuschauer – SR

Tore:  12. 1:0 De Alem, 54. 1:1 Remund, 68. 2:0 Brüllhart FCL: Honegger, Sager (87. Nietlispach), Ruf, Graf, Abbühl, Wyser, Müller, Remund, Brütsch, Lahmici (74. Erne), Fölmli Bemerkungen: 92. Lattenschuss GC Luzern ohne: Scodeller, Egli, Höltschi, Haller, Häring (alle verletzt)

Text Glenn Meier

Fotos Andy Scherrer (www.topsportfotografie.ch)

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